Nachhilfe in Sachen Realschulgebäude

Veröffentlicht am 13.03.2015 in Presseecho
 

Bild: Südkurier Foto: Jakober

Donaueschingen: Schulleiter Lauffer zeigt die baulichen Probleme. SPD-Mitglieder sammeln Diskussionsgrundlage.

Neubau oder Sanierung? Das ist die Frage, die bis zu den Sommerferien beantwortet werden muss. Denn dass Handlungsbedarf beim Gebäude der Realschule vorhanden ist, das steht außer Frage. „Man hat hier das Gefühl, dass an dieser Schule in den vergangenen 30 Jahren die Zeit stehen geblieben ist“, sagte Franz Ritter nachdem Schulleiter Gerhard Lauffer die SPD-Mitglieder durch das Schulgebäude geführt hatte. Der Besuch hatte einen guten Grund: „Wir sammeln Argumente für die anstehenden Diskussion, bei der es um die Frage ‚Sanierung oder Neubau' geht“, erklärte SPD-Fraktionssprecher Wolfgang Karrer.

Und so führte der Schulleiter die Schar durch sein Reich – vom Zeichensaal im obersten Stockwerk bis zum Keller, wo Werkräume, Klassenzimmer und auch eine Küche zu finden sind. Eindrücke gab es viele zu gewinnen. Vom „jedes Zimmer hat hier seinen eigenen Geruch“, was nicht gerade als Kompliment gemeint war, bis zum Charme längst vergangenen Zeiten, dunklen Gängen und beengten Computerräumen sowie Klassenzimmer und Fachräumen, die bei Weitem nicht mehr den heutigen Voraussetzungen für modernen Unterricht entsprechen.

„Wir müssen differenzierter unterrichten, da unsere Schülerschaft immer heterogener wird“, erklärte Lauffer. Dazu müssten die Möglichkeiten geschaffen werden, dass die Schüler in ihrem eigenen Tempo lernen können. Die Lösung könne beispielsweise Gruppenarbeit in Lernnischen sein. Doch das gibt das Gebäude momentan nicht her. Allerdings könnten jedes zweite Klassenzimmer zu einer Lernnische umgewandelt werden, damit würden zusätzlich die langen, düsteren Gänge aufgebrochen. Allerdings kommt dann das Platzproblem hinzu: Lauffer schätzt, dass rund ein Drittel mehr Raum benötigt werde. Aufstocken geht aus statischen Gründen nicht, denn schon jetzt werden die Räume im obersten Stock nicht genutzt, wenn Schnee auf dem Dach liegt. Und für einen weiteren Anbau gibt es kaum Platz

Fraglich ist allerdings, wohin sich die Schule entwickeln soll: Aktuell arbeitet Lauffer mit seinem Kollegium ein Konzept aus. Die Arbeiten werden allerdings noch gebremst, da die Pläne des Kultusministeriums über die zukünftige Ausrichtung der Realschule noch nicht spruchreif sind. Doch sobald aus Stuttgart eindeutiges zu vernehmen ist, soll das Konzept fertig gestellt werden. Denn es ist ein bedeutender Bestandteil für die gebäudetechnische Zukunft des Gebäudes: Der Planer erhält das Konzept und soll sich dann entsprechende Gedanken machen, wie das, was die Schule benötigt, architektonisch umgesetzt werden kann.

Doch auch der Gemeinderat muss in dieser Sache noch ausreichend diskutieren. “Bis zu den Sommerferien müssen wir eigentlich eine Entscheidung getroffen haben“, sagte Wolfgang Karrer. Denn sollte die Realschule auf dem Konversionsgelände angesiedelt werden, muss das bei den Planungen berücksichtigt werden. Ideen gibt es bereits: So ist das ehemalige College Robert Schuman im Gespräch. Allerdings ist der Bau ebenfalls auf den alten Frontalunterricht konzipiert. Entsprechende Umbauarbeiten wären auch dort nötig und dann müssten weitere Neubauten rund um das bestehende Gebäude hinzugefügt werden. Es bleibt also noch reichlich Diskussionspotential für die kommenden Monate.

Südkurier 13.03.2015

 

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