Unsere «Power»-Frau in Berlin, Derya Türk-Nachbaur, seit Oktober 2021 für die Sozialdemokraten im Bundestag und seither in zahlreichen Ausschüssen für Menschenrechte und humanitäre Hilfe, der Deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) sowie im Europarat aktiv, nahm sich am Dienstag die Zeit, mit Parteimitgliedern und Engagierten aus Donaueschingen, Blumberg, Hüfingen und Bad Dürrheim aktuelle Themen zu diskutieren.
Die Zusammenkunft im Evangelischen Gemeindehaus am Irmapark zeigte, dass über die neuesten Vorstösse der SPD in Sachen Steuergerechtigkeit, die Energiewende, Streitigkeiten wie denen um das neue Gebäudeenergiegesetz sowie Migrationsfragen und die Behinderung vernünftiger Zuwanderungsregeln von interessierter Seite mit Bedacht immer wieder Debatten geschürt werden, um den gesellschaftlichen Zusammenhalt auszuhebeln. Durchaus unterschiedliche Ansichten herrschen auch innerhalb der Sozialdemokratie über Art und Form der Unterstützung für die von Russland angegriffene Ukraine.
Derya, seit Februar diesen Jahres auch in der Parlamentarischen Versammlung der NATO vertreten, in der sich unabhängig vom eigentlichen Verteidigungsbündnis 281 Parlamentarier aus 32 Mitgliedsstaaten über gemeinsame Sicherheitsfragen austauschen, erläuterte die Auffassung von Bundeskanzler Olaf Scholz. Was die Lieferung von weitreichenden Waffen an die Ukraine betreffe, um russisches Staatsgebiet und Nachschublinien des Agressors in dessen eigenem Land bekämpfen zu können, sei dies durchaus mit dem Völkerrecht zu vereinbaren, erfordere aber umsichtiges Agieren und gegebenenfalls auch Zurückhaltung.
Teilnehmende verwiesen darauf, dass Machthaber Wladimir Putin sogar mit dem Einsatz von Atomwaffen drohe und praktisch jeden Tag neue «rote Linien» deklariere, deren Überschreitung die NATO einem Kriegszustand naherrücke. Bei Veranstaltungen innerhalb des Wahlkreises sehen sich die Sozialdemokraten, die gleichzeitig mit strukturellen und vielerlei kommunalen Aspekten zu tun haben, mit zahlreichen Fragen konfrontiert, teils auch Anfeindungen ausgesetzt, bei denen es gilt, Geduld und Erklärungsvermögen zu zeigen – genauso oft angesichts regelrechte Hasstiraden aber auch einfach «die Fassung zu wahren».
Beiträge zur Zeitgeschichte
Wertvolle Beiträge zur Zeitgeschichte auch von Horst Fischer, langjähriger Gemeinderat (1980 – 1994), von 1987 bis 2005 Präsident der Gesellschaft der Musikfreunde und seit 50 Jahren SPD-Mitglied.

In einer in diesem Sommer erschienen, vielbeachteten Chronik in gebundener Form erzählt er die Geschichte der evangelischen Kirchengemeinde über die Hochzeit der evangelischen Prinzessin Amalie von Baden mit dem (katholischen) Fürsten Karl Egon II. zu Fürstenberg im Jahr 1818 bis heute und darüber hinaus zahlreiche Details über die badische Geschichte, die Geschichte des Hauses Fürstenberg, die Donaustadt, sowie die damals neu gegründete evangelische Kirchengemeinde.
klk.