
Bei einer Podiumsdiskussion des Südkurier in der Bürgerhalle von Aasen stellten sich die Kandidaten des Wahlkreises Tuttlingen-Donaueschingen Guido Wolf (CDU), Niko Reith (FDP), Jens Metzger (Grüne), Christine Treublut (SPD) und Kay Rittweg (AfD) den Fragen der Redakteure Denise Kley und Stephan Freißmann. Immer mit im Raum: Die erstaunlichen Stimmenanteile, die von der AfD in jüngerer Zeit eingefahren werden. Auch wenn einer wie Rittweg, der von SPD-Kandidatin Christine Treublut in Sachen Bildungspolitik zur Rede gestellt wird, keinen blassen Schimmer von derselben hat.
Die Argumente zur Wahl des Landtags sind inzwischen weitgehend ausgetauscht. Niko Reith greift im Sinne der Liberalen die Entbürokratisierung auf (statt ständig neue Regeln und «eine Kommission nach der anderen» ins Leben zu rufen), Guido Wolf die inzwischen mit einigen Fragezeichen versehene Aufbruchstimmung der Christdemokraten, die günstigeren Bedingungen für Unternehmen den Vorrang geben, wenn es um die Schaffung von Arbeitsplätzen geht.
Jens Metzger würde die Verkehrspolitik lieber verstärkt auf Seiten der Elektro-Mobilität und des Öffentlichen Nahverkehrs, wie auch bei der Gäubahn sehen. SPD-Kandidatin Christine Treublut, seit 2005 Lehrerin an der Fritz-Erler-Schule in Tuttlingen, setzt sich nicht nur für ihr Metier in der Schulpolitik, sondern auch für den Wohnbau und eine landeseigene Bauesellschaft ein, «damit sich auch junge Leute wieder die Miete für ein Dach über dem Kopf leisten können». Wenn mehr gebaut werde, würden auch die Mieten wieder sinken.



